Ein DynaVap hat keinen Akku, keine Elektronik und keine Dichtung, die Wasser fürchtet. Er besteht aus drei bis vier Metallteilen und zwei O-Ringen, und das macht ihn zum pflegeleichtesten Gerät im ganzen Sortiment: Man zerlegt ihn in zehn Sekunden, legt alles bis auf Cap und Ringe in Isopropanol und setzt ihn nach dem Trocknen wieder zusammen.
Diese Anleitung geht die acht Modelle einzeln durch. Die Unterschiede liegen im Material (Edelstahl oder Titan), in der Kammergröße und darin, ob sich der Tip vom Schaft trennen lässt. Wer das für sein Gerät weiß, macht danach nie wieder etwas falsch.
Was du zum Reinigen brauchst
Für alle acht Geräte brauchst du genau zwei Dinge: Isopropanol 99,9 Prozent für 11,95 € und einen Behälter, in den ein zerlegtes Gerät passt. Ein Reinigungspinsel-Set für 5,95 € hilft, den Kondenser trocken zu reiben. Das DynaKit Pflegeset fasst Bürste, Ersatzringe und Werkzeug in einer Dose zusammen und ist der bequemste Weg. Als Verbrauchsteile solltest du Kondensator-O-Ringe und Hochtemperatur-O-Ringe vorrätig haben.
Was für alle DynaVap-Geräte gilt
- Metall darf ins Bad, die Cap nicht: Tip, Kondenser und Schaft bestehen aus Edelstahl oder Titan und dürfen gemeinsam für 20 Minuten in Isopropanol. Die Cap wischst du nur innen mit einem Wattestäbchen und etwas Isopropanol aus: DynaVap rät ausdrücklich davon ab, sie einzuweichen, weil Restfeuchte beim nächsten Erhitzen den Klick-Mechanismus zerstören kann.
- Die O-Ringe kommen vorher ab: Isopropanol trocknet die Gummiringe aus. Ringe abziehen, in warmem Wasser abspülen und erst nach dem Trocknen wieder aufziehen.
- Der Kondenser ist das Herzstück: Er nimmt das meiste Kondensat auf und bestimmt den Geschmack. Bei nachlassendem Aroma ist fast immer er die Ursache.
- Ausbrennen geht, ersetzt das Bad aber nicht: Kurz mit dem Brenner über die leere Kammer verbrennt Reste. Das Kondensat im Schaft erreicht die Flamme nicht.
- Vollständig trocknen lassen: Isopropanol im Luftweg schmeckt man beim nächsten Zug sofort. Nach dem Abspülen mindestens eine Stunde stehen lassen.
DynaVap Omni reinigen
Der Omni ist das Spitzenmodell der Marke und komplett aus Titan gefertigt. Seine Adjust-a-Bowl arbeitet mit zwei Kammerpositionen, und beide Stellungen setzen an unterschiedlichen Stellen Rückstand ab.
- Cap abnehmen: Die Captive Cap wird abgezogen und nur innen ausgewischt, nicht eingeweicht.
- Gerät zerlegen: Tip, Midsection und Kondenser trennen. Alles aus Titan darf gemeinsam einweichen.
- O-Ringe abziehen: Vor dem Bad abnehmen; sie bekommen nur warmes Wasser.
- Adjust-a-Bowl in beiden Stellungen reinigen: Die verstellbare Kammer hat zwei Positionen. Beide mit dem Pinsel durchgehen, sonst bleibt in der ungenutzten Reste.
- Trocknen und zusammensetzen: Erst wenn alles trocken ist, kommen die Ringe zurück auf den Kondenser.
Verschleißteile: Für den Omni passen Kondensator-O-Ringe, der Titan-Kondensator und die Captive Cap.
DynaVap HyperDyn reinigen
Der HyperDyn hat mit rund 0,25 Gramm die größte Kammer der Reihe und sieben Luftstromstufen am Kondenser. Beides verlängert die Reinigung ein wenig: mehr Kammerfläche und mehr Rillen, in denen sich etwas absetzt.
- Hyper Cap abnehmen: Die Cap des HyperDyn ist ein eigenes Teil und lässt sich einzeln nachkaufen.
- Big-Bowl-Kammer ausbürsten: Die große Kammer nimmt mehr auf. Nach der Sitzung ausklopfen, dann bürsten.
- Kondenser prüfen: Die sieben Luftstromstufen sitzen als Rillen am Kondenser; sie brauchen den Pinsel, nicht nur das Bad.
- 20 Minuten in Isopropanol: Titanteile gemeinsam, aber ohne die Hyper Cap, Ringe vorher ab.
- Mit dem Tuch nachreiben: Der Kondenser wird trocken gerieben, dann sitzt er wieder stramm im Schaft.
Verschleißteile: Passend sind die Hyper Cap und der Hyper Tip Titan.
DynaVap UniDyn reinigen
Der UniDyn ist der Sonderfall der Reihe: Tip und Schaft sind ein einziges Stück Titan mit DuraDyn-Finish. Das heißt, es gibt ein Teil weniger zu trennen, aber die Kammer lässt sich nicht separat einweichen.
- BallR Cap abnehmen: Die Cap wird abgezogen und nur innen ausgewischt, nicht eingeweicht.
- Kondenser herausziehen: Er ist das einzige trennbare Innenteil und trägt beide O-Ringe.
- UniBody komplett einweichen: Weil Tip und Schaft ein Stück sind, kommt der ganze Body ins Isopropanol.
- Adjust-a-Bowl durchbürsten: Die verstellbare Kammer erreicht man von oben mit dem Pinsel.
- Sieben Airflow-Stufen prüfen: Die Rillen am Kondenser mit dem Pinsel durchgehen, sie setzen den Zugwiderstand.
Verschleißteile: Für den UniDyn passen Titan-Kondensator und die Kondensator-O-Ringe.
DynaVap VonG (i) reinigen
Der VonG (i) ist der klassische VapCap komplett aus Titan und ohne Werkzeug vollständig zerlegbar. Sein verjüngter Anschluss passt auf 10- und 14-Millimeter-Wasserfilter, und dieser Übergang ist die Stelle, an der sich am meisten absetzt.
- Captive Cap abnehmen: Sie ist bereits montiert geliefert und wird einfach abgezogen.
- Vollständig zerlegen: Der VonG (i) lässt sich ohne Werkzeug in alle Einzelteile trennen.
- Verjüngten Anschluss reinigen: Dort setzt sich Kondensat ab, besonders bei Nutzung am Wasserfilter.
- Drehbares Mundstück prüfen: Die Luftstrom-Regelung sitzt am Mundstück; ihre Rillen brauchen den Pinsel.
- Alle Titanteile 20 Minuten baden: Ringe vorher abziehen, danach abspülen und trocknen.
Verschleißteile: Als Ersatz passen Captive Cap und Hochtemperatur-O-Ringe.
DynaVap VonG X reinigen
Der VonG X kombiniert eine Titan-Midsection mit einem Edelstahl-Tip. Zwei Materialien, aber dieselbe Behandlung: Beide vertragen Isopropanol, und beide dürfen im selben Bad liegen.
- Cap und Tip abnehmen: Der Edelstahl-Tip lässt sich vom Titan-Body trennen und einzeln einweichen.
- Edelstahl-Kondenser herausziehen: Er trägt die O-Ringe und wird als Erstes von ihnen befreit.
- Alles außer der Cap gemeinsam baden: Titan und Edelstahl vertragen dasselbe Bad, es braucht keine getrennten Behälter.
- Wasserfilter-Anschluss durchgehen: Der 10- und 14-Millimeter-Anschluss setzt bei Wasserfilternutzung schneller zu.
- Kondenser trocken reiben: Nach dem Abspülen mit dem Tuch, dann sitzt er wieder fest.
Verschleißteile: Für den VonG X gibt es den Tip Edelstahl VonG X und die passenden O-Ringe.
DynaVap M7 XL reinigen
Der M7 XL ist die verlängerte Edelstahl-Variante. Die zusätzliche Länge kühlt den Dampf besser, sammelt dafür aber mehr Kondensat im Schaft, und das ist genau die Stelle, die man von außen nicht sieht.
- Cap abnehmen und Gerät zerlegen: Tip, Schaft und Kondenser trennen sich ohne Werkzeug.
- Den langen Schaft besonders beachten: Er sammelt am meisten Kondensat. Der Pinsel muss durch die ganze Länge.
- Kondenser mit den Ringen herausziehen: Ringe abziehen, sie kommen nur ins warme Wasser.
- Edelstahlteile ohne Cap 20 Minuten baden: Danach abspülen und mindestens eine Stunde trocknen lassen.
- Silikon-Einsatz der Dose prüfen: Der beiliegende Einsatz nimmt Geruch an; warmes Spülwasser reicht.
Verschleißteile: Passend sind der Tip Edelstahl M7, die The Cap Ersatzkappe und die CCD-Siebe im 3er-Set.
DynaVap The M7 reinigen
Der The M7 ist das Basismodell aus medizinischem Edelstahl und wiegt nur rund 17 Gramm. Seine Adjust-a-Bowl lässt sich von 0,1 auf 0,05 Gramm verkleinern, und in der kleinen Stellung bleibt in der ungenutzten Hälfte gern etwas liegen.
- Cap abziehen: Die Kappe wird abgenommen und nur innen ausgewischt, nicht eingeweicht.
- Tip vom Schaft trennen: Beim M7 lassen sich beide Teile ohne Werkzeug trennen.
- Beide Kammerstellungen bürsten: Wer mit verkleinerter Kammer verdampft, muss die volle Stellung trotzdem mitreinigen.
- Kondenser und Ringe: Kondenser herausziehen, Ringe abnehmen, Metall ins Bad.
- Tin Case sauber halten: Die beiliegende Dose nimmt Geruch an; warmes Spülwasser genügt.
Verschleißteile: Als Ersatz passen Tip Edelstahl M7 und die Cap Armor Edelstahl.
DynaVap The B2 reinigen
Der The B2 ist das Einstiegsmodell und das einzige mit Silikon-Schaft. Genau der macht bei ihm den Unterschied: Er bekommt als einziger Teil gar kein Isopropanol, nur warmes Spülwasser.
- Captive Cap abziehen: Sie wird abgenommen und nur innen ausgewischt, nicht eingeweicht.
- B2 Tip und Kondenser trennen: Beide bestehen aus Edelstahl und dürfen einweichen.
- Silikon-Schaft getrennt behandeln: Er bekommt ausschließlich warmes Spülwasser. Isopropanol macht ihn spröde.
- CCD-Screen prüfen: Das Sieb im Tip setzt sich mit der Zeit zu; es gibt es im Dreierset.
- Metallteile 20 Minuten baden: Danach abspülen, trocknen und erst dann wieder zusammensetzen.
Verschleißteile: Für den B2 gibt es den Tip Edelstahl B2 und CCD-Siebe im 3er-Set.
Wie oft du was reinigen solltest
| Was | Wie oft |
|---|---|
| Kammer ausklopfen und bürsten | nach jeder Sitzung |
| Kondenser abwischen | alle drei bis fünf Sitzungen |
| Komplettbad in Isopropanol | alle zwei bis vier Wochen |
| O-Ringe prüfen | monatlich |
| O-Ringe tauschen | alle drei bis sechs Monate |
| CCD-Sieb prüfen (alle Modelle) | monatlich |
Diese Fehler kosten Geräte das Leben
- Die O-Ringe im Isopropanol lassen: Die Gummiringe trocknen aus und reißen. Danach sitzt der Kondenser locker und der Zug wird schwach. Ringe immer vor dem Bad abziehen.
- Den Silikon-Schaft des B2 einweichen: Er ist das einzige Teil der ganzen Reihe, das kein Isopropanol verträgt. Warmes Spülwasser reicht völlig.
- Nur ausbrennen statt baden: Die Flamme verbrennt Reste in der Kammer, erreicht aber das Kondensat im Schaft nicht. Beides gehört zusammen.
- Zu früh zusammensetzen: Isopropanol im Luftweg schmeckt man beim nächsten Zug sofort. Nach dem Abspülen mindestens eine Stunde stehen lassen.
- Die Cap einweichen oder verlieren: Sie ist das Teil, das den Klick macht und die Temperatur anzeigt. Eingeweicht und mit Restfeuchte erhitzt, kann sie den Klick verlieren; Ersatzkappen gibt es für jedes Modell einzeln.
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Quellen
DynaVap (Herstellerangaben): Pflegehinweise DynaVap