Der XMAX Starry V4 kostet 85 Euro und richtet sich an alle, die einen kompakten Einsteiger-Vaporizer suchen, ohne auf regelbare Temperatur oder Konvektionsanteil zu verzichten. Seine Kernstärke liegt im Preis-Leistungs-Verhältnis: Hybridheizung, ein austauschbarer 18650-Akku und ein vollkeramischer Luftweg sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. XMAX (Marke der chinesischen X-Vape-Gruppe) hat die Starry-Reihe über mehrere Generationen verfeinert; die Version 4 bringt gegenüber dem Vorgänger ein überarbeitetes Mouthpiece und ein OLED-Display mit. Dieser Testbericht zeigt, wie sich das Gerät im Alltag schlägt, wo es überzeugt und wo Kompromisse nötig sind.
Technische Daten
- Temperaturbereich: 100–230 °C (Herstellerangabe)
- Heiztechnik: Hybrid (Konduktion + Konvektion)
- Aufheizzeit: ca. 20–30 Sekunden (Richtwert, nutzungsabhängig)
- Akku: 1× 18650, austauschbar (Herstellerangabe)
- Laden: USB-C, Pass-Through möglich (Herstellerangabe)
- Display: OLED
- Preis: 85 €
Daten aus Herstellerangaben; Aufheizzeit ist ein Richtwert und hängt von Akkuladung und Umgebungstemperatur ab.
Dampfqualität

Im unteren Temperaturbereich (etwa 170–185 °C) liefert der Starry V4 aromatischen, kühlen Dampf mit klarer Geschmacksentfaltung. Wer den vollen Wirkstoffertrag bevorzugt und die Temperatur auf 200 °C und mehr dreht, bekommt dichtere Züge, muss dabei aber akzeptieren, dass der Dampf merklich wärmer wird. Der vollkeramische Luftweg hilft, Eigengeschmack aus dem Pfad zu halten; im direkten Vergleich mit Geräten, die Kunststoffanteile im Luftweg haben, fällt der Unterschied auf. Für 85 Euro ist die Dampfqualität ordentlich, kommt aber nicht an spezialisierte Konvektionsgeräte heran, was bei diesem Preis keine Überraschung ist.
Bewertung Dampfqualität: 7,5/10
Heiztechnik & Performance

Der Starry V4 arbeitet mit einem Hybridsystem: Die Kammer heizt durch Konduktion vor, der Luftzug bringt zusätzlich Konvektionswärme ins Material. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Extraktion, als reine Konduktionsgeräte sie liefern, ohne die langen Aufheizzeiten mancher Vollkonvektion. Rund 20 bis 30 Sekunden bis zur Zieltemperatur sind für dieses Segment realistisch. Die Temperatur lässt sich in 1-Grad-Schritten einstellen, was präzises Arbeiten ermöglicht. Wer zwischen Sessions kurz pausiert, sollte die Kammer leicht aus dem Material nehmen oder das Gerät kurz ausschalten, damit das Material nicht weiter durchheizt.
Bewertung Heiztechnik & Performance: 7,8/10
Akkulaufzeit
Ein austauschbarer 18650-Akku ist das praktische Herzstück des Starry V4. Wer eine Ersatzzelle dabei hat, hat faktisch unbegrenzte Akkulaufzeit unterwegs. Mit einer voll geladenen Zelle sind laut Herstellerangabe mehrere Sessions realistisch; die genaue Zahl hängt stark von der gewählten Temperatur und der Nutzungsdauer je Session ab. Über USB-C lässt sich das Gerät auch laden, während es in Betrieb ist (Pass-Through). Wer keinen Ersatzakku mitführt und intensiv nutzt, kann das Gerät je nach Session-Länge und Temperatur nach einigen Runden am Ladekabel finden. Der 18650-Standard macht Ersatzzellen leicht beschaffbar.
Bewertung Akkulaufzeit: 7,2/10
Reinigung & Wartung

Die Keramikkammer lässt sich gut mit einer kleinen Bürste oder einem in Isopropanol getränkten Wattestäbchen reinigen. Das abnehmbare Mundstück ermöglicht ebenfalls einfachen Zugang zum Luftweg. Das Sieb sollte regelmäßig ausgeklopft und bei stärkerer Verharzung mit Isopropanol behandelt werden. Wer wissen möchte, wie Siebe gezielt gereinigt oder getauscht werden, findet auf dampftgut.de einen eigenen Ratgeber dazu. Allgemein gilt: Nach jeder Session kurz ausbürsten, alle paar Wochen tiefer reinigen. Ersatzsiebe für den Starry V4 sind im Handel erhältlich, sollten aber zum Gerät passend bestellt werden.
Bewertung Reinigung & Wartung: 7,5/10
Verarbeitung & Materialien

Das Gehäuse besteht aus beschichtetem Aluminium, das sich solide anfühlt und gut in der Hand liegt. Der Luftweg ist vollständig aus Keramik gefertigt, was bei der Materialwahl ein Pluspunkt ist. Das OLED-Display sitzt sauber eingelassen, die Tasten rasten ordentlich ein. Für 85 Euro gibt es naturgemäß Abstriche: Die Spaltmaße am Mundstück sind nicht ganz auf dem Niveau teurerer Geräte, und das Kunststoffelement am Deckel der Kammer ist ein kleiner Schwachpunkt beim Dauereinsatz. Insgesamt ist die Verarbeitung für diese Preisklasse aber überdurchschnittlich.
Bewertung Verarbeitung & Materialien: 7,3/10
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit

Fünf Klicks ein, Temperatur per Auf-Ab-Tasten einstellen, warten, ziehen. Das OLED-Display zeigt Ist- und Zieltemperatur gleichzeitig an, was die Bedienung transparent macht. Für Einsteiger ist das Schema nach einer kurzen Eingewöhnung intuitiv. Eine Vibrationsfunktion signalisiert, wenn die Zieltemperatur erreicht ist, sodass kein ständiger Blick aufs Display nötig ist. Eine automatische Abschaltung nach einigen Minuten Inaktivität schont den Akku. Wer komplexere App-Anbindung oder Boost-Modi sucht, schaut anderswo; wer einfach verdampfen möchte, kommt mit dem Starry V4 schnell zurecht.
Bewertung Bedienung & Nutzerfreundlichkeit: 8,0/10
Mobilität & Größe
Der Starry V4 ist ein klassischer Taschenbegleiter: schlank, nicht zu groß, mit flachem Profil, das in jede Jackentasche passt. Das Gewicht ist durch das Aluminiumgehäuse etwas höher als bei reinen Kunststoffgeräten, bleibt aber angenehm handlich. Die Kammer fasst eine vernünftige Füllmenge für eine Session; wer sehr wenig Material bevorzugt, kann die Kammer auch halb füllen, sollte dann aber die Temperatur leicht anpassen, damit die Extraktion gleichmäßig bleibt. Der austauschbare Akku macht das Gerät auch auf längeren Ausflügen unabhängig von der Steckdose, sofern man eine zweite Zelle einpackt.
Bewertung Mobilität & Größe: 8,2/10
Gesamtbewertung
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Dampfqualität | 7,5/10 |
| Heiztechnik & Performance | 7,8/10 |
| Akkulaufzeit | 7,2/10 |
| Reinigung & Wartung | 7,5/10 |
| Verarbeitung & Materialien | 7,3/10 |
| Bedienung & Nutzerfreundlichkeit | 8,0/10 |
| Mobilität & Größe | 7,2/10 (sic: 8,2/10) |
| Gesamt | ⭐ 7,64/10 |
Pro
- Austauschbarer 18650-Akku für unbegrenzte Mobilität mit Ersatzzelle
- Vollkeramischer Luftweg ohne Eigengeschmack
- Präzise 1-Grad-Temperatureinstellung über OLED-Display
- USB-C mit Pass-Through-Funktion
- Solide Verarbeitung für die Preisklasse von 85 Euro
Kontra
- Hybridheizung liefert keine vollständige Konvektion; Material kann bei längerer Pause weiter durchheizen
- Mundstück-Spaltmaße hinter teureren Geräten spürbar
- Keine App-Anbindung oder erweiterte Boost-Funktionen
- Dampf wird bei hohen Temperaturen merklich wärmer ohne zusätzliche Kühlung
Für wen eignet sich der XMAX Starry V4?
Nimm ihn, wenn …
- du mit einem Budget um 85 Euro in die Welt der Kräutervaporizer einsteigen möchtest.
- du einen austauschbaren Akku für lange Ausflüge ohne Steckdose schätzt.
- dir ein sauberer Luftweg ohne Kunststoffkontakt wichtig ist.
- du eine einfache, gradgenaue Temperatursteuerung ohne App-Anbindung bevorzugst.
Schau dich um, wenn …
- du ausschließlich Vollkonvektion für maximale Aromaentfaltung suchst.
- du kühlen Dampf auch bei hohen Temperaturen ohne Zusatzaufsatz erwartest.
- du Wert auf lückenlose Premium-Verarbeitungsqualität legst und dafür ein höheres Budget mitbringst.
Kaufen oder mieten?
Wer sich noch nicht sicher ist, ob der Starry V4 der richtige Einstieg ist, kann das Gerät bei dampftgut.de zuerst mieten und in Ruhe ausprobieren. Das Mietmodell ist der einfachste Weg, ein Gerät im eigenen Alltag zu testen, bevor das Budget festgelegt wird. Wer schon weiß, was er sucht, bestellt direkt:
Quellen
X-Vape / XMAX (Herstellerdaten): Produktseite X-Vape
