Der DynaVap The B2 ist der günstigste Einstieg ins batterielose Verdampfen: kein Akku, keine Elektronik, erhitzt wird mit Feuerzeug oder Induktionsheizer. Seine Kernstärke ist die dauerhafte Einsatzbereitschaft, der Preis liegt bei 69 Euro. DynaVap aus den USA hat mit dem VapCap eine eigene Geräteklasse geschaffen, und der B2 ist die Neuauflage des Einsteigermodells mit rund 50 Prozent größerer Kammer, O-Ring-freiem Silikonschaft und Edelstahl-Dampfpfad. Dieser Testbericht zeigt, wie sich das Klick-System im Alltag anfühlt, wo die Lernkurve liegt und für wen der B2 die richtige Wahl ist.
Technische Daten
- Heizquelle: Jet-Flamme oder externer Induktionsheizer, DynaTorch-Feuerzeug liegt bei (leer)
- Temperaturanzeige: akustisches Klick-Signal der Captive Cap
- Aufheizzeit: etwa 5 bis 7 Sekunden, je nach Flamme oder Induktionsheizer
- Kammervolumen: 0,075 g
- Mundstück: 10 mm konisch, passt an die meisten Wasserpfeifen
- Materialien: Silikonschaft ohne O-Ring, Dampfpfad aus Edelstahl mit internem Kondenser
- Länge: 92 mm
- Bauform: Anti-Roll-Design gegen Wegrollen
- Preis: 69 €
Daten aus Herstellerangaben; Richtwerte können nutzungsabhängig abweichen.
Dampfqualität

Ein VapCap erzeugt Dampf in kurzen, kräftigen Zügen. Eine Kammerfüllung von 0,075 g ist nach zwei bis drei Erhitzungen verbraucht, dafür kommt das Aroma konzentriert und die Dichte ist für ein Gerät dieser Größe erstaunlich. Der Edelstahl-Kondenser im Inneren nimmt etwas Hitze aus dem Dampf, das 10-mm-Mundstück passt ohne Adapter an die meisten Wasserpfeifen, und mit Wasserfilterung wird der Zug deutlich weicher. Ohne Wasser ist der Dampf bei kräftiger Erhitzung warm und kratzt eher als bei elektronischen Geräten. Wer die Flamme zu lange hält, überhitzt die Kammer, dann schmeckt es verbrannt. Die Dampfqualität hängt beim B2 also mehr vom Nutzer ab als bei jedem Akkugerät.
Bewertung Dampfqualität: 7,0/10
Heiztechnik & Performance

Die Captive Cap enthält ein Bi-Metall-Element. Wird die Kappe mit dem Feuerzeug erhitzt, klickt sie hörbar, sobald die Verdampfungstemperatur erreicht ist. Ein zweiter Klick beim Abkühlen zeigt an, dass die Kappe für den nächsten Durchgang bereit ist. Die Kammer wird über die heiße Kappe erwärmt, beim Ziehen strömt zusätzlich Luft an der Kappe vorbei durch das Material. Mit dem beiliegenden DynaTorch dauert das Aufheizen etwa 5 bis 7 Sekunden, ein Induktionsheizer arbeitet ähnlich schnell und gleichmäßiger. Eine Temperaturwahl gibt es nicht, die Intensität steuert man über die Position der Flamme an der Kappe. Das ist kein Nachteil, sondern das Konzept: Wer es lernt, hat mehr Kontrolle als über jede Zahl auf einem Display.
Bewertung Heiztechnik & Performance: 7,0/10
Akkulaufzeit
Der B2 hat keinen Akku und braucht keine Steckdose. Solange Butangas im Feuerzeug ist, läuft das Gerät. Das ist die eigentliche Stärke der VapCap-Klasse: keine Ladezeit, kein Kapazitätsverlust nach zwei Jahren, kein Gerät, das unterwegs leer ist. Der mitgelieferte DynaTorch kommt leer und wird mit handelsüblichem Butangas befüllt. Wer zu Hause ohne Flamme arbeiten möchte, nutzt einen separat erhältlichen Induktionsheizer. Die Bestnote in diesem Kriterium ist deshalb kein Widerspruch, sondern die Konsequenz aus einem Gerät, das gar nicht leer werden kann.
Bewertung Akkulaufzeit: –
Reinigung & Wartung

Der B2 lässt sich vollständig zerlegen: Kappe, Tip mit CCD-Sieb, Silikonschaft und Edelstahl-Kondenser. Die Metallteile vertragen ein Bad in Isopropanol, der Silikonschaft warmes Wasser. Weil der Schaft ohne O-Ring auskommt, gibt es weniger Stellen, an denen sich Harz sammelt, und kein Verschleißteil, das nach Monaten spröde wird. Nach jeder Sitzung kurz durchwischen genügt, eine gründliche Reinigung ist alle paar Wochen fällig. Die Kappe bleibt beim Reinigen am besten trocken, damit das Bi-Metall-Element nicht leidet. Insgesamt liegt der Aufwand unter dem eines Geräts mit Kühleinheit, verlangt aber regelmäßiges Zerlegen.
Bewertung Reinigung & Wartung: 7,5/10
Verarbeitung & Materialien

Der Dampfpfad besteht aus Edelstahl, der Schaft aus lebensmittelechtem Silikon, die Kappe ist die bewährte Captive Cap von DynaVap. Das Gerät ist 92 mm lang, das Anti-Roll-Design hält es auf dem Tisch an Ort und Stelle. Alles fühlt sich robust an, und weil keine Elektronik verbaut ist, gibt es auch nichts, das kaputtgehen könnte. Gegenüber den Titan-Modellen des Herstellers wirkt der B2 schlichter, die Silikonoberfläche ist weniger edel als ein gefräster Metallschaft. Dafür ist er modular: Caps, Tips und Stems lassen sich mit anderen DynaVap-Modellen tauschen, ein späteres Upgrade ersetzt nicht das ganze Gerät. Die Tin Case aus dem Lieferumfang schützt ihn beim Transport.
Bewertung Verarbeitung & Materialien: 7,0/10
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit
Erhitzen, auf den Klick warten, ziehen, beim zweiten Klick nachheizen. Das Prinzip ist in einer Minute erklärt, sauber umgesetzt ist es erst nach einigen Tagen. Die Position der Flamme, die Dauer bis zum Klick und das Drehen der Kappe beim Erhitzen entscheiden über gleichmäßige Erwärmung oder verbranntes Material. Wer diese Lernkurve nicht scheut, bekommt ein Gerät, das mehr Rückmeldung gibt als jedes Display. Wer einfach einen Knopf drücken und ziehen möchte, ist bei einem Akkugerät besser aufgehoben. Die kleine Kammer verlangt zudem häufiges Nachfüllen. Das offene Feuer schließt die Nutzung an manchen Orten aus.
Bewertung Bedienung & Nutzerfreundlichkeit: 6,0/10
Mobilität & Größe
92 mm lang, so dick wie ein Stift und ohne Akku: Der B2 passt in jede Hosentasche und in die mitgelieferte Tin Case. Kein Gerät im Sortiment ist unterwegs unkomplizierter, solange ein Feuerzeug dabei ist. Es gibt keine Ladezyklen, keine Elektronik, die Kälte oder Feuchtigkeit übelnimmt, und keinen Akku, der beim Flug Fragen aufwirft. Beim Wandern oder Zelten spielt der B2 seine Stärken voll aus. Der Betrieb mit offener Flamme ist allerdings auffälliger als das leise Aufheizen eines Akkugeräts.
Bewertung Mobilität & Größe: 9,5/10
Gesamtbewertung
| Kriterium | Score |
|---|---|
| Dampfqualität | 7,0/10 |
| Heiztechnik & Performance | 7,0/10 |
| Akkulaufzeit | – |
| Reinigung & Wartung | 7,5/10 |
| Verarbeitung & Materialien | 7,0/10 |
| Bedienung & Nutzerfreundlichkeit | 6,0/10 |
| Mobilität & Größe | 9,5/10 |
| Gesamt | ⭐ 7,33/10 |
Pro
- Kein Akku, keine Elektronik, immer einsatzbereit
- Klick-Signal der Kappe meldet die Temperatur ohne Display
- Kammer rund 50 Prozent größer als beim Vorgänger
- Silikonschaft ohne O-Ring, Edelstahl-Dampfpfad, leicht zu reinigen
- 10-mm-Mundstück passt direkt an Wasserpfeifen, modular mit dem DynaVap-System
Kontra
- Lernkurve bei Flammenführung und Timing
- Kleine Kammer von 0,075 g, häufiges Nachfüllen
- Offene Flamme ist unterwegs auffällig und nicht überall erlaubt
- DynaTorch kommt leer, Butangas muss separat gekauft werden
Für wen eignet sich der The B2?
Nimm ihn, wenn …
- du ein Gerät ohne Akku und ohne Ladezeiten willst
- du kurze, kräftige Züge statt langer Sitzungen bevorzugst
- du gern mit Wasserfilterung verdampfst
- du für unter 100 Euro in das DynaVap-System einsteigen möchtest
Schau dich um, wenn …
- du Temperatur per Knopfdruck einstellen willst
- du mit offener Flamme nichts anfangen kannst
- du eine große Kammer für lange Sitzungen brauchst
- dir ein Metallschaft und die kürzeren Heizzyklen der Titan-Modelle wichtig sind
Kaufen oder mieten?
Mit 69 Euro ist der DynaVap The B2 der günstigste Weg, das Klick-System kennenzulernen. Vermieten können wir ihn nicht. Wer DynaVap erst ausprobieren möchte, kann den DynaVap M7 XL mieten, das Klick-Prinzip ist dasselbe. Wer den B2 kauft und dabeibleibt, tauscht später einzelne Teile statt des ganzen Geräts.
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Quellen
DynaVap (Herstellerdaten): Produktseite DynaVap
