Der Mad Heaters Tempest 2 ist ein tragbarer Vaporizer ohne Akku und ohne Elektronik. Du erhitzt ihn von außen: mit einem Jet-Feuerzeug in rund 15 Sekunden oder in einem Induktionsheizer in etwa 35 bis 40 Sekunden bei 80 Watt.
Die Wärme speichern Zirkonium-Kugeln im Kopf. Beim Ziehen strömt die Luft durch die heißen Kugeln und erhitzt danach das Material, überwiegend per Konvektion. Der Korpus besteht aus Grade-5-Titan, das Gerät misst 122 × 18,5 mm, wiegt je nach Heat Shield 43 oder 46 g und wird in Großbritannien gefertigt. Der Tempest 2 kostet 209 €. In unserer Bewertung kommt er auf 8,22 von 10 Punkten, mit den höchsten Teilnoten bei Dampf und Heiztechnik und den niedrigsten bei Energieversorgung und Reinigung.
Erst testen: den Mad Heaters Tempest 2 mieten – ab 35 € / 3 TageTechnische Daten
- Bauart: tragbar, rein mechanisch, kein Akku
- Heiztechnik: überwiegend Konvektion über eine Matrix aus Zirkonium-Kugeln
- Wärmequelle: Jet-Feuerzeug oder Induktionsheizer (zum Beispiel iSpire Wand, YLL 3.0)
- Aufheizzeit: ca. 15 Sekunden mit Jet-Feuerzeug, ca. 35–40 Sekunden im Induktionsheizer bei 80 W
- Temperatur: extern über die Wärmequelle geregelt; Anzeige über Temperatur-Gauge mit drei Strichen und Click-Discs
- Kammervolumen: ca. 0,1 g, 0,15 g oder 0,2 g (drei Screen-Positionen)
- Material: Korpus aus Grade-5-Titan, Induction Sleeve und Indicator Housing aus Edelstahl, Heat Shield aus Aluminium oder Holz
- Maße: 122 × 18,5 mm
- Gewicht: 46 g mit Aluminium-Heat-Shield, 43 g mit Holz-Heat-Shield
- Wasserfilter: WPA-kompatibel für 10, 14 und 18 mm
- Hergestellt in: Großbritannien
- Preis: 209 €
Daten aus Herstellerangaben; die Aufheizzeiten sind Richtwerte und hängen von der Wärmequelle ab.
Lieferumfang
- Tempest 2, Kopf mit vorinstallierten Zirkonium-Kugeln
- Kühleinheit (Long Cooling Unit)
- 4 Ersatz-O-Ringe (3 × 6 × 1 mm, 1 × 8 × 1 mm)
- 2 Bowl Screens und 2 Ball Screens
- Tube zum Einstellen der Bowl-Screen-Position
- Bowl-Screen-Tool (Reinigungswerkzeug)
- Extra Zirkonium-Kugeln
- Ersatz-Click-Disc
- 2-mm-Schraubendreher-Bit (SC2)
Eine Wärmequelle liegt dem Kaufgerät nicht bei. Hast du noch kein Jet-Feuerzeug und keinen Induktionsheizer, brauchst du eines davon zusätzlich.
Dampfqualität

Der Tempest 2 heizt überwiegend per Konvektion. Beim Ziehen nimmt die Luft die Wärme der Zirkonium-Kugeln auf und strömt danach durch die Füllung, das Material erwärmt sich also vor allem über die durchströmende Luft. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger, aromatischer Dampf. Wie dicht er wird, steuerst du über die Heizdauer: Längeres Erhitzen bringt dichteren und wärmeren Dampf, kürzeres einen milderen Zug.
Die Füllmenge stellst du über drei Screen-Positionen auf etwa 0,1 g, 0,15 g oder 0,2 g ein. Wer den Dampf kühler mag, setzt den Tempest 2 über einen Wasserpfeifenadapter (WPA) auf einen Wasserfilter mit 10, 14 oder 18 mm. Welche Schliffgröße zu deinem Glas passt, erklärt der Ratgeber Wasserfilter für Vaporizer.
Bewertung Dampfqualität: 8,8/10
Heiztechnik & Performance

Du heizt den Tempest 2 immer von außen. Mit einem Jet-Feuerzeug ist er nach rund 15 Sekunden bereit, im Induktionsheizer bei 80 Watt nach etwa 35 bis 40 Sekunden. Für die Induktion hat das Gerät eine Hülse aus Edelstahl, den Induction Sleeve; passende Heizer sind zum Beispiel der iSpire Wand und der YLL 3.0. Eine Temperaturwahl am Gerät gibt es nicht. Wie heiß der Kopf wird, bestimmst du über Wärmequelle und Heizdauer, den Stand zeigen ein Temperatur-Gauge mit drei Strichen und die Click-Discs.
Das Jet-Feuerzeug ist schneller und braucht keinen Strom. Der Induktionsheizer kommt ohne offene Flamme aus und erhitzt bei gleicher Leistung und Dauer jedes Mal ähnlich, das macht die Ergebnisse berechenbarer. Worauf es beim Feuerzeug ankommt, steht im Ratgeber Jet-Feuerzeug für Vaporizer; die beiden Heizprinzipien vergleicht Konvektion vs. Konduktion.
Bewertung Heiztechnik & Performance: 8,8/10
Akku & Energieversorgung
Einen Akku hat der Tempest 2 nicht, er ist rein mechanisch. Es gibt also keine Ladezeit und keinen Akku, der mit den Jahren Kapazität verliert. Die Energie liefert die Wärmequelle: das Butangas im Jet-Feuerzeug oder der Induktionsheizer, der seinerseits Strom braucht. Unterwegs trägst du deshalb immer ein zweites Teil mit, beim Feuerzeug auch Gas zum Nachfüllen. Diese Abhängigkeit erklärt die 7,5 in dieser Kategorie; wer zu Hause ohnehin mit einem Induktionsheizer arbeitet, merkt davon wenig. Als Jet-Feuerzeug kommt zum Beispiel der DynaTorch Brenner aus unserem Zubehör infrage.
Bewertung Akkulaufzeit: –
Reinigung & Wartung

Rückstände setzen sich vor allem in der Kammer, an den Screens und in der Kühleinheit ab. Weil der Tempest 2 keine Elektronik enthält, kannst du die Teile aus Titan und Edelstahl mit Isopropanol reinigen. Ein Heat Shield aus Holz hältst du vom Alkohol fern und wischst es nur ab, die O-Ringe nimmst du vor einem Bad ab. Bowl-Screen-Tool, Schraubendreher-Bit und Ersatz für O-Ringe, Screens, Kugeln und Click-Disc liegen bei. Die einzelnen Schritte findest du in der Reinigungsanleitung für den Tempest 2.
Dass es hier nur 7,5 Punkte gibt, liegt an den vielen Kleinteilen. Kugeln und Screens müssen nach dem Reinigen wieder richtig sitzen, und die Position des Bowl Screens stellst du mit der beiliegenden Tube neu ein, weil sie das Kammervolumen bestimmt. Einzelne Ersatzteile für den Tempest 2 führen wir derzeit nicht, heb den mitgelieferten Vorrat deshalb auf.
Bewertung Reinigung & Wartung: 7,5/10
Verarbeitung & Materialien

Der Korpus des Tempest 2 besteht aus Grade-5-Titan, Induction Sleeve und Indicator Housing sind aus Edelstahl. Das Heat Shield, also der Hitzeschutz, gibt es aus Aluminium oder Holz; mit Aluminium wiegt das Gerät 46 g, mit Holz 43 g. Gefertigt wird der Tempest 2 in Großbritannien. Ohne Akku und Elektronik hat er wenig, was mit der Zeit nachlässt. Verschleiß betrifft vor allem O-Ringe, Screens und die Click-Disc, und für genau diese Teile liegt Ersatz bei. Die Metallbauweise ist robust, beim Zusammensetzen verlangen die vielen Einzelteile aber Sorgfalt.
Bewertung Verarbeitung & Materialien: 8,2/10
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit

Der Ablauf ist kurz: Kammer füllen, erhitzen, auf Temperatur-Gauge und Click-Discs achten, ziehen. Tasten und Display gibt es nicht, das hält die Bedienung übersichtlich. Gefühl brauchst du beim Erhitzen. Mit dem Jet-Feuerzeug hängt das Ergebnis von Abstand und Heizdauer ab, im Induktionsheizer bei fester Leistung deutlich weniger. Die Füllmenge wählst du über die Position des Bowl Screens, die beiliegende Tube hilft beim Einstellen der drei Stufen. Für Einsteiger ist ein Induktionsheizer der leichtere Start. Wer schon mit einem Flammen-Vaporizer wie einem DynaVap gearbeitet hat, kommt auch mit dem Feuerzeug schnell zurecht. Die Wahl zwischen diesen beiden Geräten behandelt der Vergleich Tempest 2 und TinyMight 2.
Bewertung Bedienung & Nutzerfreundlichkeit: 8,0/10
Mobilität & Größe
Mit 122 × 18,5 mm ist der Tempest 2 schmal genug für die Hosentasche. Er wiegt 43 bis 46 g und damit rund ein Drittel des akkubetriebenen Wolkenkraft Äris (131 g); der DynaVap HyperDyn ist mit 31 g noch leichter. Unterwegs kommt allerdings die Wärmequelle dazu. Ein Jet-Feuerzeug ist klein, die offene Flamme fällt aber auf und ist nicht überall erlaubt. Ein Induktionsheizer braucht Platz in der Tasche und Strom. Bist du länger ohne Steckdose oder Gasnachschub unterwegs, plane die Energie für die Wärmequelle mit ein.
Bewertung Mobilität & Größe: 8,0/10
Gesamtbewertung
| Kriterium | Score |
|---|---|
| Dampfqualität | 8,8/10 |
| Heiztechnik & Performance | 8,8/10 |
| Akkulaufzeit | – |
| Reinigung & Wartung | 7,5/10 |
| Verarbeitung & Materialien | 8,2/10 |
| Bedienung & Nutzerfreundlichkeit | 8,0/10 |
| Mobilität & Größe | 8,0/10 |
| Gesamt | ⭐ 8,22/10 |
Pro
- Kein Akku und keine Ladezeit, einsatzbereit mit Jet-Feuerzeug oder Induktionsheizer
- Überwiegend Konvektion über Zirkonium-Kugeln, Dampfqualität 8,8/10, Heiztechnik 8,8/10
- Titan-Korpus mit 122 × 18,5 mm und nur 43 bis 46 g
- Füllmenge in drei Stufen (ca. 0,1 g, 0,15 g oder 0,2 g)
- Werkzeug und Ersatzteile im Lieferumfang
- WPA-kompatibel für 10, 14 und 18 mm
Kontra
- Ohne Jet-Feuerzeug oder Induktionsheizer nicht nutzbar, beim Kauf liegt keines davon bei
- Keine gradgenaue Temperaturwahl, die Hitze steuerst du über Wärmequelle und Heizdauer
- Viele Kleinteile, die Reinigung verlangt Sorgfalt
- Offene Flamme ist unterwegs auffällig, ein Induktionsheizer braucht Strom
- Kammer mit höchstens ca. 0,2 g eher klein für lange Sitzungen
Für wen eignet sich der Mad Heaters Tempest 2?
Nimm ihn, wenn …
- du einen leichten Vaporizer ohne Akku und ohne Elektronik suchst
- du schon einen Induktionsheizer besitzt oder mit einem Jet-Feuerzeug umgehen kannst
- du Dampf per Konvektion willst und die Füllmenge flexibel halten möchtest
- du gern mit Wasserfilter dampfst
Schau dich um, wenn …
- du die Temperatur gradgenau per Display wählen willst; der XMAX V4 Pro heizt ebenfalls per Konvektion und lässt sich in 1-Grad-Schritten einstellen
- du keine zweite Komponente zum Heizen mitnehmen möchtest
- dir Screens, Kugeln und O-Ringe zu kleinteilig sind
- du große Füllmengen für lange Sitzungen suchst
Kaufen oder mieten?
Der Tempest 2 kostet 209 €. Hast du noch kein Jet-Feuerzeug und keinen Induktionsheizer, rechne eine Wärmequelle dazu, denn dem Kaufgerät liegt keine bei. Ob dir das Erhitzen von außen liegt, zeigt sich am schnellsten im Alltag: Du kannst den Tempest 2 mieten, ab 35 € für drei Tage. Zur Miete gehört ein Jet-Feuerzeug, das Butangas bringst du selbst mit. Die Miete ist auch dann der Weg zum Gerät, wenn der Tempest 2 zum Kauf gerade nicht lieferbar ist. Wie sich Miete und Kauf gegeneinander rechnen, zeigt der Ratgeber Vaporizer mieten oder kaufen. Hast du dich entschieden, findest du den Mad Heaters Tempest 2 hier im Shop.
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