Der Pax Plus ist ein kompakter Vaporizer für getrocknete Kräuter und Aromapflanzen, der mit einem schlichten Metallgehäuse und einer App-losen Bedienung überzeugt. Für 119 € richtet er sich vor allem an Einsteiger, die keinen technischen Schnickschnack wollen, und an alle, die einen diskreten Begleiter für unterwegs suchen. Wie er sich im Alltag schlägt, was er wirklich kann und wo er an Grenzen stößt, zeigt dieser Testbericht.
PAX ist eine amerikanische Marke mit langer Geschichte im Vaporizer-Markt. Der Pax Plus löst den früheren Pax 3 im mittleren Preissegment ab. Die Bauform teilt er weitgehend mit dem noch etwas kleineren Pax Mini 2.

Den PAX Plus bieten wir derzeit nicht an. Aktuell angebotene Vaporizer zum Kauf · Aktuell angebotene Mietgeräte.
Technische Daten
- Heiztechnik: Konduktion
- Temperaturbereich: 4 voreingestellte Stufen (182 °C, 193 °C, 204 °C, 215 °C)
- Aufheizzeit: ca. 30 Sekunden (Herstellerangabe)
- Akkukapazität: 3300 mAh (Herstellerangabe)
- Ladezeit: ca. 90 Minuten (Herstellerangabe, USB-C)
- Pass-Through-Laden: nicht offiziell angegeben
- Gewicht: ca. 91 g (Herstellerangabe)
- Kammervolumen: 0,5 g (Herstellerangabe)
- Preis: 119 €
Daten aus Herstellerangaben; Aufheizzeit und Akkulaufzeit sind Richtwerte und hängen von Nutzungsverhalten und Temperatur ab.
Dampfqualität

Der Pax Plus arbeitet mit Konduktion, was bedeutet: Das Füllgut liegt direkt auf der erhitzten Kammer. Auf den unteren beiden Temperaturstufen (182 und 193 °C) gibt es deutlich schmeckbare, aromatische Züge, die noch angenehm kühl bleiben. Auf Stufe 3 und 4 wird der Dampf dichter und wärmer, bleibt aber für ein Konduktionsgerät noch gut beherrschbar. Zwischen den Zügen sollte man das Gerät kurz schütteln oder rühren, damit das Material gleichmäßig erhitzt wird. Wer das beachtet, bekommt einen ausgewogenen Dampf über die gesamte Session. Ein externer Glasmundstück-Adapter für Wasserpfeifen ist zwar von PAX nicht vorgesehen, lässt sich aber über Drittanbieter-Zubehör nachrüsten.
Bewertung Dampfqualität: 8,1/10
Heiztechnik & Performance

Die reine Konduktion ist der technologisch schlichtere Ansatz gegenüber Konvektion oder Hybrid-Systemen. Das macht sich bemerkbar: Das Material an den Kammerwänden erhitzt sich schneller als das in der Mitte. Wer das Gerät regelmäßig schüttelt, gleicht das gut aus. Die vier Temperaturstufen sind für Einsteiger übersichtlich genug, Vielnutzer mit Feingefühl für Temperaturen werden sich über die fehlende Gradgenauigkeit wundern. Die Aufheizzeit von rund 30 Sekunden (Herstellerangabe) ist dagegen ordentlich. Den Lip-Sensing-Mechanismus, der beim Vorgänger Pax 3 noch aktiv war, gibt es beim Pax Plus nicht mehr. Das Gerät heizt also dauerhaft auf Temperatur, solange es läuft.
Bewertung Heiztechnik & Performance: 7,6/10
Akkulaufzeit
Mit 3300 mAh (Herstellerangabe) ist der Akku für ein Gerät dieser Größe ordentlich dimensioniert. PAX gibt etwa 8 bis 10 Sessions pro Ladung an (Herstellerangabe, Richtwert). In der Praxis hängt das stark von der gewählten Temperaturstufe ab: Auf Stufe 4 dauerhaft betrieben, sinkt die Laufzeit spürbar. Laden per USB-C dauert laut Hersteller rund 90 Minuten, was im Alltag gut handhabbar ist. Ein vollständiges Pass-Through-Laden (also Dampfen während des Ladens) ist nicht offiziell spezifiziert. Für Tagesausflüge ohne Steckdose reicht der Akku in den meisten Szenarien aus.
Bewertung Akkulaufzeit: 7,6/10
Reinigung & Wartung
Die Kammer und der Luftweg lassen sich mit einem Bürstchen und Isopropylalkohol gut reinigen. Das Mundstück kann abgenommen und separat gereinigt werden. PAX legt dem Gerät ein kleines Reinigungsset bei, das für die ersten Monate ausreicht. Das Sieb in der Kammer sollte nach einigen Sessions kontrolliert werden, da sich dort Ablagerungen sammeln. Wer das Gerät regelmäßig nach jeder zweiten oder dritten Session kurz auswischt, verhindert hartnäckige Verkrustungen. Der Aufwand ist insgesamt gering, die glatte Metalloberfläche erleichtert die Reinigung deutlich. Für die Reinigungs-Routine und die richtigen Mittel findest du auf dampftgut.de einen ausführlichen Ratgeber.
Bewertung Reinigung & Wartung: 8,5/10
Verarbeitung & Materialien

Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium, das sich wertig anfühlt und keine billigen Kunststoffgeräusche erzeugt. Die Kammer ist aus Edelstahl gefertigt, das Mundstück aus medizinischem Kunststoff. Lackierung und Spaltmaße sind gleichmäßig. Der Pax Plus ist in mehreren Farben erhältlich (Onyx, Sage, Periwinkle und weitere), alle mit mattem Finish. Im direkten Vergleich mit Geräten über 200 € wirkt das Gehäuse dünn, aber für 119 € stimmt das Verhältnis. Ein Magnetverschluss hält das Mundstück sicher an Ort und Stelle, zieht aber gelegentlich Schmutz an.
Bewertung Verarbeitung & Materialien: 8,7/10
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit
Einschalten: fünfmal den einzigen Knopf drücken. Temperatur wechseln: dreimal schnell drücken. Das war es schon. Wer keine App, kein Display und keine Menüs will, ist beim Pax Plus genau richtig. Die aktuelle Temperaturstufe zeigt eine Farb-LED an, was nach kurzer Eingewöhnung intuitiv funktioniert. Gegenüber dem Pax 3 fehlen die App-Anbindung und das Lip-Sensing, was für manche ein Verlust ist, für viele Einsteiger aber die Bedienung erst verständlich macht. Einen Schnellheiztaster oder eine Boost-Funktion gibt es nicht. Wenn du auch den Flow in Betracht ziehst, findest du die Gegenüberstellung unter PAX Plus im Vergleich zum Flow.
Bewertung Bedienung & Nutzerfreundlichkeit: 8,1/10
Mobilität & Größe
Mit etwa 91 g (Herstellerangabe) und einem Taschenformat-Gehäuse gehört der Pax Plus zu den kompakteren Portables auf dem Markt. Er passt in jede Jackentasche und macht dort so gut wie keine Beule. Die flache, handschmeichlerische Form ist klar auf Mobilität ausgelegt. Eine Schutzhülle ist nicht im Lieferumfang, empfiehlt sich aber, um das Alugehäuse kratzerfrei zu halten. Wer viel unterwegs ist und Wert auf ein diskretes Gerät legt, findet hier eines der unauffälligsten Designs im Segment.
Bewertung Mobilität & Größe: 9,2/10
Gesamtbewertung
| Kriterium | Score |
|---|---|
| Dampfqualität | 8,1/10 |
| Heiztechnik & Performance | 7,6/10 |
| Akkulaufzeit | 7,6/10 |
| Reinigung & Wartung | 8,5/10 |
| Verarbeitung & Materialien | 8,7/10 |
| Bedienung & Nutzerfreundlichkeit | 8,1/10 |
| Mobilität & Größe | 9,2/10 |
| Gesamt | ⭐ 8,26/10 |
Pro
- Sehr einfache Bedienung ohne App oder Display
- Kompaktes, diskretes Aluminiumgehäuse
- Aufheizzeit von rund 30 Sekunden (Herstellerangabe)
- USB-C-Laden, guter Akku für den Alltag
Kontra
- Nur 4 Temperaturstufen, keine Gradgenauigkeit
- Reine Konduktion erfordert gelegentliches Rühren für gleichmäßige Ergebnisse
- Kein Lip-Sensing mehr (heizt dauerhaft, wenn aktiv)
- Kein Mundstück-Adapter für Wasser im Lieferumfang
Für wen eignet sich der Pax Plus?
Nimm ihn, wenn …
- … du einen unkomplizierten Einstieg ohne App und Lernkurve willst.
- … ein diskretes, taschenfreundliches Gerät für unterwegs ganz oben auf der Liste steht.
- … dir ein schlichtes, haltbares Metallgehäuse wichtiger ist als maximale Technik.
- … du 119 € investieren möchtest, ohne mehr Funktionen zu bezahlen als du brauchst.
Schau dich um, wenn …
- … du präzise Temperaturkontrolle auf den Grad genau erwartest.
- … dir Konvektion oder Hybrid-Heizung für gleichmäßigere Ergebnisse wichtig sind.
- … du lange Sessions planst und kein Gerät möchtest, das zwischendurch rühren verlangt.
- … du ein Gerät mit Wasser-Mundstück-Anbindung direkt aus der Schachtel willst.
Kaufen oder mieten?
Andere Geräte kannst du vor dem Kauf im Alltag ausprobieren. Die verfügbaren Modelle stehen im aktuellen Mietsortiment. Kompakte Konduktionsgeräte findest du im aktuellen Kaufsortiment.
Aktuell angebotene Vaporizer zum Kauf.
Mehr zum Einstellen der Hitze: Temperatur-Guide für Vaporizer.
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PAX-Werkzeuge und Deckel nach Aufgabe wählen
Das abgerundete Multitool mit Schlüsselring unterstützt das Packen und Entfernen von Kräutermaterial. Die Prep Tongs aus Edelstahl verbinden Zange, Silikonstampfer und ein Werkzeug unter dem Silikon. Beide arbeiten von Hand; lasse die Kammer vor dem Entleeren und Pflegen abkühlen.
Kräuter und PAX-Ausstattung getrennt aufbewahren
Die Stash Tube mit Silikonstampfer transportiert gemahlene trockene Kräuter in einer Aluminiumröhre. PAX nennt bis zu 1,5 g als Orientierung. Greenstone, Schwarz und Sage sind Farbvarianten; du erhältst eine leere Röhre.
Beim Stash Jar in Klein oder Groß wählst du den Platzbedarf des Vorrats. Die Behälter sind lichtabschirmend und werden leer mit Deckel geliefert. Der kleine Jar und ein passender PAX-Grinder können im großen untergebracht werden, gehören aber nicht zu dessen Lieferumfang.
Die Pocket- oder Medium-Aufbewahrungstasche organisiert separat vorhandene Geräte und Zubehörteile in elastischen Bereichen. Pocket bietet 0,35 Liter, Medium 2,5 Liter mit zusätzlicher Innenorganisation. Beide bestehen aus 100 % recyceltem Ripstop-Nylon und sind wasserabweisend. Prüfe den Platzbedarf der gesamten Ausstattung und lasse Geräte vor dem Einpacken vollständig abkühlen.
PAX-Geräte und Vorräte in einer Box organisieren
Die PAX Stash Box mit zwei Innenfächern bietet ein Innentablett und einen Aluminiumdeckel, der zusätzlich als Vorbereitungsfläche dient. Sie misst etwa 26,1 × 16 × 8,8 cm und wird leer geliefert. Stash Jars und der passende PAX-Grinder finden laut Hersteller darin Platz, sind aber separate Produkte. Lasse erwärmte Geräte vor dem Einlagern nach ihrer Anleitung abkühlen.
Quellen
PAX (Herstellerdaten): Produktseite PAX