Der XMAX Ace ist das Gerät für alle, die täglich mehrere Ladungen verdampfen und den lästigsten Arbeitsschritt loswerden wollen: Ein Schieber drückt die verbrauchte Ladung aus der Kammer, kein Ausklopfen, kein Auskratzen. Dazu kommen gradgenaue Regelung bis 240 °C, ein Boost-Modus und ein Wechselakku im 18650-Format, der Preis liegt bei 89 Euro. XMAX ist die Marke des chinesischen Herstellers XVAPE, der Ace sein Gerät für Wiederholungskäufer. Dieser Testbericht zeigt, wie die Selbstentleerung im Alltag funktioniert, was das Zirkonium-Mundstück bringt und wo der Ace Kompromisse macht.
Technische Daten
- Heiztechnik: Konduktion, schwarze Keramikkammer
- Temperaturbereich: 100 °C bis 240 °C, gradgenau; Boost-Modus bis 255 °C für etwa eine Minute
- Aufheizzeit: etwa 20 Sekunden, Vibration bei Zieltemperatur
- Akku: 18650, wechselbar, 2600 mAh, etwa 15 Sitzungen
- Kammer: etwa 0,2 bis 0,3 g, Selbstentleerung per Schieber
- Mundstück: Zirkonium, abnehmbar
- Display: OLED mit Session-Timer
- Maße: 99 × 43 × 24 mm
- Preis: 89 €
Daten aus Herstellerangaben; Richtwerte können nutzungsabhängig abweichen.
Dampfqualität

Die schwarze Keramikkammer des Ace arbeitet mit Konduktion, das Material liegt an der beheizten Wand. Bei 180 bis 195 °C ist der Dampf aromatisch und mild, ab 210 °C dicht, und der Boost-Modus bis 255 °C holt für rund eine Minute den Rest aus einer erschöpften Ladung. Das Zirkonium-Mundstück leitet Wärme kaum, bleibt kühl und geschmacksneutral, das merkt man gegenüber Metallmundstücken deutlich. Die Kühlstrecke ist kurz, bei hohen Temperaturen wird der Zug warm. Konduktion braucht fein gemahlenes, locker gefülltes Material, dann ist die Extraktion gleichmäßig. Für ein Gerät unter 100 Euro ist der Dampf gut, an Konvektionsgeräte mit langem Kühlweg reicht die Dichte nicht heran.
Bewertung Dampfqualität: 7,5/10
Heiztechnik & Performance

Konduktion mit Keramikkammer, gradgenau von 100 bis 240 °C, dazu ein Boost-Modus bis 255 °C für rund eine Minute: Der Ace bietet mehr Regelbereich als die meisten Geräte seiner Klasse. Nach etwa 20 Sekunden meldet eine Vibration die Zieltemperatur, das OLED-Display zeigt Temperatur und Session-Timer. Die Heizung hält die Temperatur bei normalen Zügen stabil. Der Boost-Modus ist praktisch, um aus einer schon genutzten Ladung noch einen letzten dichten Zug zu holen, bevor der Schieber sie hinausdrückt. Reine Konduktion bleibt in der Effizienz hinter Hybrid- und Konvektionsgeräten zurück, das erklärt die Note. Die Auswahl zwischen diesen beiden XMAX-Geräten behandelt der Artikel XMAX Ace und V3 Pro im Vergleich.
Bewertung Heiztechnik & Performance: 7,0/10
Akkulaufzeit
Der Ace nutzt einen wechselbaren 18650-Akku mit 2600 mAh, der laut Hersteller für rund 15 Sitzungen reicht. Ein Akku liegt bei. Der Wechselakku ist in dieser Preisklasse das entscheidende Argument: Wer viel verdampft, führt einen geladenen Zweitakku mit und ist vom Kabel unabhängig, und ein alternder Akku wird für wenig Geld ersetzt statt das Gerät. Die Laufzeit pro Ladung ist ordentlich, nicht herausragend, der Wechsel gleicht das aus. Ein Ladegerät für 18650-Zellen beschleunigt das Nachladen gegenüber dem Laden im Gerät.
Bewertung Akkulaufzeit: 7,5/10
Reinigung & Wartung

Die Selbstentleerung ist der Kaufgrund und die Reinigungsroutine in einem: Der Schieber an der Vorderseite fährt durch die Kammer und drückt die verbrauchte Ladung nach oben heraus, in einer Sekunde, auch wenn das Material schon abgekühlt und leicht verklebt ist. Wer täglich mehrfach nachfüllt, spart damit jeden Tag mehrere Reinigungsgänge. Das Zirkonium-Mundstück ist abnehmbar und wird mit Isopropanol gereinigt, die Keramikkammer wischt man gelegentlich mit einem Wattestäbchen aus. Der Schieber selbst hält die Kammerwand frei von Rückständen. In diesem Kriterium ist der Ace das beste Gerät, das wir in dieser Preisklasse kennen. Falls auch der Starry V4 infrage kommt, lies die Gegenüberstellung XMAX Ace im Vergleich zum Starry V4.
Bewertung Reinigung & Wartung: 9,0/10
Verarbeitung & Materialien

Mit 99 × 43 × 24 mm ist der Ace kompakt, das Gehäuse sitzt gut in der Hand, der Schieber läuft sauber und ohne Spiel. Keramikkammer und Zirkonium-Mundstück sind die Materialentscheidungen, die den Dampf sauber halten; das Gehäuse selbst ist solide, ohne an die Haptik teurerer Aluminiumgeräte heranzureichen. Das OLED-Display ist klein, aber lesbar. Der Akkudeckel für die 18650-Zelle schließt fest. Ein Konzentratbehälter liegt bei. Die Verarbeitung passt zum Preis und zur Zielgruppe, die das Gerät täglich benutzt, nicht ausstellt.
Bewertung Verarbeitung & Materialien: 7,5/10
Bedienung & Nutzerfreundlichkeit
Einschalten, Temperatur gradgenau wählen, auf die Vibration warten, ziehen, am Ende den Schieber drücken. Das OLED-Display mit Session-Timer zeigt, wie lange die Sitzung läuft, der Boost-Modus ist einen Tastendruck entfernt. Eine App gibt es nicht. Die Selbstentleerung ändert die Routine spürbar: Nachfüllen unterwegs wird zur Sache von Sekunden. Das Material sollte fein gemahlen und locker eingefüllt werden, das ist bei Konduktion die einzige Regel. Der Ace ist ein Gerät, das seine Zielgruppe schnell versteht: Wiederholungskäufer, die wissen, was sie an einer sauberen Kammer haben.
Bewertung Bedienung & Nutzerfreundlichkeit: 8,5/10
Mobilität & Größe
99 × 43 × 24 mm passen in Hosen- und Jackentasche, und mit einem Zweitakku in der Tasche ist der Ace unterwegs unabhängig vom Kabel. In 20 Sekunden bereit, per Vibration statt Ton, mit Selbstentleerung ohne Werkzeug: Der Ace ist für den mobilen Alltag mit mehreren Ladungen gemacht. Das abnehmbare Zirkonium-Mundstück bleibt kühl und stört in der Tasche nicht. Für das kleinste Format gibt es schlankere Geräte, für den täglichen Wechsel der Ladung unterwegs ist der Ace die praktischere Wahl.
Bewertung Mobilität & Größe: 8,0/10
Gesamtbewertung
| Kriterium | Score |
|---|---|
| Dampfqualität | 7,5/10 |
| Heiztechnik & Performance | 7,0/10 |
| Akkulaufzeit | 7,5/10 |
| Reinigung & Wartung | 9,0/10 |
| Verarbeitung & Materialien | 7,5/10 |
| Bedienung & Nutzerfreundlichkeit | 8,5/10 |
| Mobilität & Größe | 8,0/10 |
| Gesamt | ⭐ 7,86/10 |
Pro
- Patentierte Selbstentleerung, Schieber drückt die Ladung in einer Sekunde heraus
- Gradgenaue Regelung von 100 bis 240 °C, Boost-Modus bis 255 °C
- Wechselbarer 18650-Akku mit 2600 mAh
- Zirkonium-Mundstück bleibt kühl und geschmacksneutral
- OLED-Display mit Session-Timer, Konzentratbehälter liegt bei
Kontra
- Reine Konduktion, weniger effizient als Hybrid oder Konvektion
- Kurze Kühlstrecke, bei hohen Temperaturen warmer Zug
- Kammer nur etwa 0,2 bis 0,3 g
- Gehäuse solide, aber nicht so wertig wie Aluminiumgeräte
Für wen eignet sich der Ace?
Nimm ihn, wenn …
- du täglich mehrfach nachfüllst und die Reinigung leid bist
- du einen Wechselakku willst
- du gradgenaue Temperaturen und einen Boost-Modus schätzt
- du ein kompaktes Gerät unter 100 Euro für den Alltag suchst
Schau dich um, wenn …
- du Konvektion und sehr kühlen Dampf erwartest
- du lange Sitzungen mit großer Kammer bevorzugst
- du zum ersten Mal einen Vaporizer kaufst und selten nachfüllst
- dir ein Aluminiumgehäuse wichtig ist
Kaufen oder mieten?
Für 89 Euro löst der XMAX Ace ein Problem, das andere Geräte ignorieren: die verklebte Kammer nach der Sitzung. Den Ace selbst vermieten wir nicht. Wer XMAX vorher ausprobieren möchte, kann den XMAX V4 Pro mieten; die Selbstentleerung hat aber nur der Ace. Wer täglich mehrere Ladungen verdampft, kauft den Ace direkt und merkt den Unterschied ab dem ersten Tag. Vor deiner Entscheidung kannst du beide Modelle im Vergleich XMAX Ace gegen V4 Pro gegenüberstellen.
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Mehr zum XMAX Ace: XMAX Ace Zubehör und Ersatzteile und weitere XMAX Vaporizer.
Quellen
XVAPE/XMAX (Herstellerdaten): Produktseite XVAPE/XMAX
